José Carreras Best Paper Award vergeben

Wurde mit dem José Carreras Best Paper Award ausgezeichnet: Dr. Stefanie Göllner aus Halle

Zum zweiten Mal hat die José Carreras Leukämie-Stiftung den José Carreras Best Paper Award ausgelobt. „Unser Ziel ist es, innovative Forschungsansätze noch intensiver herauszuarbeiten und zu fördern, um die Heilungschancen für Patienten zu verbessern und der großen Vision unseres Stifters José Carreras wieder einen Schritt näher zu kommen: Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem “, erklärt Dr. Gabriele Kröner, Geschäftsführender Vorstand der José Carreras Leukämie-Stiftung.

 Der mit 10.000 Euro dotierte Award war im Herbst 2016 erstmals ausgeschrieben worden und richtet sich an von der José Carreras Leukämie-Stiftung in der Vergangenheit geförderte Mediziner und andere Forscher aus anderen naturwissenschaftlichen Fachgebieten, die eine wissenschaftliche Arbeit über Leukämie oder eine andere bösartige Blut- oder Knochenmarkerkrankung veröffentlicht haben und deren Publikation in Fachkreisen auf eine möglichst große Resonanz gestoßen ist. Das Preisgeld dient dazu, die wissenschaftliche Forschung des Ausgezeichneten weiter zu unterstützen.

Diesjährige Preisträgerin, so haben der Wissenschaftliche Beirat und Vorstand der José Carreras Leukämie-Stiftung jetzt entschieden, ist Dr. Stefanie Göllner (Foto) von der Klinik für Innere Medizin IV am Universitätsklinikum Halle (Saale) für ihre im Dezember 2016 im Journal Nature Medicine erschiene Arbeit „Loss of the histone methyltransferase EZH2 induces resistance to multiple drugs in acute myeloid leukemia“. 2016 betrug der sogenannte Impact Factor von Nature Medicine 29.886 und der 5-Jahres-Impact Factor liegt bei 32.261.

Dr. Gabriele Kröner: „Bei der akuten myeloischen Leukämie (AML) tritt häufig eine Therapieresistenz auf, die zu einer hohen Mortalität bei den Patienten führt. Die Mechanismen, die leukämische Zellen resistent machen, bleiben jedoch weitgehend undefiniert. Das von der José Carreras Leukämie-Stiftung geförderte Forschungsprojekt von Dr. Stefanie Göllner hilft, diesen Mechanismus zu verstehen und neue Therapieansätze zu entwickeln.“

Dr. Stefanie Göllner ist seit Februar 2014 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Klinikum der Martin-Luther-Universität Halle-Saale tätig. Im Fokus ihrer wissenschaftlichen Arbeiten steht die Deregulation epigenetischer Mechanismen in der Pathogenese der Akuten Myeloischen Leukämie (AML). Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte sind die Deregulation DNA-methylierender und Chromatin-modifizierender Proteine in der Pathogene der akuten Leukämie, die Mechanismen der Chemoresistenz und die Identifikation von prognostischen Biomarkern für die akute Leukämie.

Die Preisträgerin hat von 1998 bis 2003 Biologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena studiert und 2007 am Leibniz Institut für Naturstoffforschung und Infektionsbiologie sowie am Friedrich-Löffler-Institut in Jena ihre Dissertation abgeschlossen.

Der 2016 erstmals ausgeschriebene José Carreras Best Paper Award wird jährlich vergeben. Die nächste Ausschreibung findet im Herbst 2018 statt.