Katja Ebstein

EbsteinKatja Ebstein hat in ihrer über 40-jährigen Bühnenkarriere bewundernswert viele künstlerische Felder bestellt, sei es als Sängerin unterschiedlichster Gattungen oder als Fernseh- und Theaterschauspielerin.

Geboren wurde Katja Ebstein als Karin Witkiewicz am 9. März 1945 in Girlachsdorf bei Breslau. Nachdem sie in den 1960er Jahren in der Berliner Liedermacherszene ihre Karriere gestartet hatte, stand bei der Wahl ihres Künstlernamens die Epensteinstraße, Katjas damalige Anschrift in Berlin-Reinickendorf, Pate.

Das Folklorefestival auf Burg Waldeck war dann das Sprungbrett. Auf der Suche nach jungen Talenten wurde Siegfried E. Loch auf Katja Ebstein aufmerksam und schloss mit ihr 1968 den ersten Solo-Plattenvertrag ab.

Gemeinsam mit dem Songwriter, Komponisten, Arrangeur, langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden der GEMA und späteren Ebstein-Ehemann Christian Bruhn produzierte Loch ihr Debütalbum „Katja“.

Um den Verkauf zu fördern, nahm Katja Ebstein 1970 bei der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix d’Eurovision de la Chanson teil – und gewann. Mit ihrem Titel „Wunder gibt es immer wieder“ belegte sie anschließend in Amsterdam einen dritten Platz und tourte daraufhin mit James Last durch Deutschland und Europa.

1971 und 1980 trat Katja Ebstein erneut beim Grand Prix an und landete auf den Plätze drei und zwei.

Nach ihren ersten großen Hits arbeitete Katja Ebstein auch als Musicalsängerin und Schauspielerin. Neben großen Rollen am Theater drehte sie unter anderem die ARD-Vorabendserie „Mit Katja Unterwegs“. Begleitend zu ihren verschiedenen Solo-Programmen entstanden diverse Bücher.

Neben alldem war und ist Katja Ebstein stets politisch aktiv. So engagierte sie sich beispielsweise für die Wiederwahl Willy Brandts. Zusätzlich zu ihrem Engagement für die Welthungerhilfe und diverser anderer medizinischer und sozialpolitischer Hilfsorganisationen rief sie 2004 die Katja-Ebstein-Stiftung für sozial schwache und notleidende Kinder ins Leben und wurde für ihr soziales Engagement im Januar 2008 vom Bundespräsidenten mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.