Medienstimmen

Leipziger Volkszeitung

Am Ende kommt die Wahrheit irgendwie doch immer raus. Auch über die José Carreras Gala. Nicht der spanische Star-Tenor wollte sich keine weitere Moderation mehr zumuten (Begründung des MDR), sondern der Mitteldeutsche Rundfunk hatte nach 18 Jahren das Interesse an der Benefiz-Show für die Leukämie-Stiftung von José Carreras verloren. Das ist für einen öffentlich-rechtlichen TV-Sender beschämend. Über die Gründe kann einstweilen nur gerätselt werden.

 

Dresdner Neueste Nachrichten

Irgendwas war faul an jener MDR-Mitteilung vom Sommer letzten Jahres: José Carreras will nicht mehr auf der Bühne stehen, seine Benefiz-Gala geht damit zu Ende. Geht sie nicht. Aber in Leipzig fehlt seine große TV-Show. Das Aus ist nach wie vor von Geheimnissen umweht. Gestern nun sagte der Star-Tenor im Europapark Rust, wo fern von Leipzig heute die 19. José Carreras Gala stattfindet: „Der MDR hat ja entschieden, Deutschlands langfristig erfolgreichste Benefiz-Live-Fernsehsendung nicht mehr auszustrahlen – trotz ausgezeichneter Quoten und einem exzellenten Spendenergebnis. Wir standen also vor dem Nichts.“ Da steht die mitteldeutsche Dreiländer-Anstalt nun aber in keinem sehr guten Licht.

 

Münchner Merkur (Leserbrief)

Wir, als gezwungene Zahler von ARD und den Regionalen, möchten eigentlich schon informiert werden, warum man die Gala von José Carreras nicht mehr machen wollte. Die Gala war mit über 4 Millionen Zuschauern eine gern gesehene Gala, und noch dafür für einen guten Zweck. Dass viele Menschen, sei es wegen ihres Fernsehers oder weil sie halt nicht am Kabel hängen, die Gala gar nicht sehen konnten, ist ja wohl klar. Dass es trotz der ganzen Umstände noch über 2 Millionen Euro Spenden geworden sind, freut mich riesig. Ich möchte von der ARD aufgeklärt werden, warum die Gala nicht mehr gesendet wird. Für so einen Tatort wird doch auch gute Sendezeit verschwendet. Dass man einmal im Jahr eine immer gute Show, die dann noch für so einen wichtigen und guten Zweck wäre, einfach absetzt, ist für viele unverständlich. Schade, dass ich aus dem GEZ-Verein nicht austreten kann, ich würde es jetzt tun. Und die 0,73 Cent kann sich die GEZ sonst wo hinstecken. Vielen Dank an Sky!

 

Deutsche Presse-Agentur (dpa)

Der spanische Startenor José Carreras (67) ruft jedes Jahr vor Weihnachten mit einer Fernsehgala zu Spenden auf für den Kampf gegen Leukämie. 18 Jahre lang lief die „José Carreras Gala“ in der ARD. Doch der für die Show verantwortliche Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) will nicht mehr. In diesem Jahr wird die Show daher erstmals bei den TV-Sendern Sky Christmas HD, GoldStar TV, Romance TV und Heimatkanal ausgestrahlt. Für Carreras ein Neuanfang.

 

Osnabrücker Zeitung

Bei der José-Carreras-Stiftung in München stehen die Telefone nicht still. Doch die Anrufer wollen sich nicht über die Arbeit der Stiftung im Kampf gegen die Leukämie oder nach Spendenmöglichkeiten erkundigen. Sie wollen wissen, warum die „José-Carreras-Gala“ in diesem Jahr nicht im Ersten zu sehen ist. …

Seit 1995 hatte der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) die Carreras-Gala für das Erste produziert, jeweils kurz vor Weihnachten wurde aus der Messehalle 1 in Leipzig eine Mischung aus Show und Schicksalsberichten Leukämiekranker geboten. In dieser Zeit kamen rund 100 Millionen Euro an Spenden zusammen, damit sei die Gala „die langfristig erfolgreichste Charity-Gala im deutschen Fernsehen“, betont man bei der Carreras-Stiftung. Mit den Spenden werden Forschung, aber auch Leukämie- und Nachsorgestationen finanziert. Allein in diesem Jahr wurden Projekte für neun Millionen Euro genehmigt.

Mitte vergangenen Jahres verkündete der MDR dann das Aus für die Show im Ersten.

 

Deutsche Presse-Agentur (dpa)

José Carreras will nicht aufgeben. „Ich werde weiter die Stimme erheben für die gute Sache“, sagt der spanische Startenor. Nach dem Aus seiner „José Carreras Gala“ bei der ARD hat er beim Abo-Anbieter Sky Deutschland eine neue Fernsehheimat gefunden.

Die erste Show bei dem Sender brachte er am Donnerstagabend auf den Bildschirm. Sie kam live aus dem Europa-Park in Rust bei Freiburg. Gesammelt wurde, wie jedes Jahr vor Weihnachten, für den Kampf gegen Leukämie. Diesen will der 67-Jährige fortsetzen. „Es war ein Wagnis. Aber das Experiment ist gelungen“, sagt Carreras. Er sitzt nach dem Ende seiner Show hinter der Bühne und zieht Bilanz. Es sind während der Sendung mehr als 2,6 Millionen Euro Spenden gesammelt worden. „Ich bin überwältigt“, sagt Carreras. „Das Ergebnis macht mich glücklich.“ Noch in der Nacht kommen weitere Spenden hinzu. Und die Benefizaktion läuft weiter. Noch bis Ende des Jahres sind die Spendentelefone geschaltet. … 18 Jahre lang lief seine Spendengala in der ARD. … Nach der Show im vergangenen Jahr verkündete der für die Sendung verantwortliche Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) jedoch das Aus – obwohl zuletzt mehr als 4,1 Millionen Menschen zugeschaut hatten und mit 7,5 Millionen Euro ein Spendenrekord eingefahren worden war.

„Uns war klar: Diese Zahlen können wir in diesem Jahr nicht erreichen“, sagt Carreras der Nachrichtenagentur dpa. … Die Sendung lief zwar unverschlüsselt in den TV-Sendern Sky Christmas HD, GoldStar TV, Romance TV und Heimatkanal. Sie war damit auch für Nicht-Abonnenten erreichbar. Doch es blieb die „Umschalt-Hürde“, wie Carreras es nennt. Dafür sei das Spendenergebnis „grandios“.

 

Stuttgarter Zeitung

18 Jahre lang veranstaltete die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung immer kurz vor Weihnachten in Leipzig die vom Mitteldeutschen Rundfunk produzierte und im ersten Programm übertragene José Carreras Gala. 2012 war Schluss, weil die ARD, wie es hieß, ein Konzept für eine neue Charity-Show erarbeiten wollte; bei dieser Ankündigung ist es bisher geblieben.

 

Teleschau

Mit großer Spannung wurde erwartet, welche Resonanz die „José Carreras Gala“ nach dem Senderwechsel von der ARD zu Sky und Mainstream Media erzeugen würde, nun gibt es ein vorläufiges Ergebnis: Bei der diesjährigen Benefizveranstaltung, die am Donnerstag auch in Österreich, der Schweiz, Tschechien und der Slowakei übertragen wurde, konnten über 2,8 Millionen Euro an Spenden gesammelt werden – für Gastgeber José Carreras ein zufriedenstellendes Ergebnis: „Ich war mir sicher, dass mich mein Publikum und meine Künstlerfreunde nicht im Stich lassen. Das Spendenergebnis ist jetzt eine wunderbare Bestätigung.“